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Fake News erkennen
Ein krasses Bild, ein schockierendes Video, viel Empörung und schon wird eine Nachricht tausendfach geteilt. Ob die Nachricht tatsächlich der Wahrheit entspricht, wird immer schwieriger zu erkennen. Fake News und Desinformationen gehören längst zum Alltag. Eine Studie von Bitkom Deutschland zeigt, dass 9 von 10 Personen bereits auf Fake News gestossen sind. Über 60 % finden es schwierig, den Wahrheitsgehalt einer Nachricht einzuschätzen.
Was sind Fake News?
Fake it ‘till you make it – nach diesem Prinzip funktionieren Fake News. Mit Fake News werden absichtlich falsche Informationen verbreitet. Gründe für solche Desinformationen gibt es viele: Sichtbarkeit, viral gehen, politische Motivation, Verunsicherung schaffen, Scam und viele weitere.
Fake News sind oft sehr emotionale Inhalte und lösen Interaktionen und Engagement aus. Besonders in sozialen Netzwerken verbreiten sich solche Inhalte rasant, da der Algorithmus aufgrund der Aktivitäten (Kommentare, Likes, Teilen usw.) die Nachricht weiteren Nutzern ausspielt.
Wie erkenne ich Fake News?
Möchten wir Fake News entlarven, müssen wir uns die Zeit nehmen, Nachrichten zu prüfen. Folgende Schritte helfen:
Erstes Indiz: Eine Nachricht schockiert dich? Du merkst, wie bei dir ganz viele Gefühle ausgelöst werden? Jetzt wichtig: durchatmen, einen Schritt zurück machen und in Ruhe nachdenken.
Quelle checken
Wer hat diese Nachricht geteilt? Gibt es noch weitere Quellen, die eine ähnliche Nachricht teilen? Prüfe die URL oder den Kanal. Mache eine schnelle Internet-Suche, ob andere Medien darüber berichten.Ziel checken
Verfolgt die Nachricht ein spezielles Ziel? Ist die News neutral gehalten oder möchte sie dir vielleicht ein Produkt verkaufen oder etwas Bestimmtes auslösen?Emotionen checken
Was wird bei dir ausgelöst? Sei vorsichtig und skeptisch, wenn eine Nachricht starke Gefühle auslöst. Es könnte ein Versuch sein, dich mit Emotionen wie Angst, Wut, Schock, Ekel aber auch Hoffnung zu manipulieren. Mit starken Emotionen fällt es uns schwerer, analytisch zu denken.Bilder checken
Wir können unseren Augen nicht immer trauen. Prüfe daher auch das Bild- oder Videomaterial einer Nachricht kritisch. Mit KI ist es ein Kinderspiel Fake-Bildermaterial zu erstellen. Wenn das Bild echt wirkt, versuche mit der Rückwärts-Bildsuche herauszufinden, ob das Bild im richtigen Kontext genutzt wird.
Unterstützung beim Entlarven von Fake News
Wir alle sind von Fake News betroffen, darum gibt es Plattformen, die sich dem Ziel verschrieben haben, Fake News aufzuspüren. Es lohnt sich immer, bei Unsicherheit auf diesen Plattformen vorbeizuschauen. Vielleicht wurde du deine Nachricht dort bereits entlarvt:
Mimikama - Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch:
www.mimikama.orgFlair - Empfohlen von SKP:
www.flairsafe.chCybercrimepolice - Warnseite der Polizei:
cybercrimepolice.ch
Die Auseinandersetzung mit Fake News und den Mechanismen dahinter hilft, sensibler zu werden und Desinformation schneller zu erkennen. Mit dem Spiel «Fake it to make it» wird spielerisch vermittelt, wie Fake News funktionieren. Im Spiel versuchst du, Fake News erfolgreich zu verbreiten, und lernst dabei ganz viel: Fakte it to make it
Wir sind da für euch
Du bist dir unsicher, ob eine Nachricht echt ist? Wir helfen gerne weiter. Meld dich bei der Koordinationsstelle für digitale Kinder- und Jugendarbeit: Kontaktformular.
Fake-Check für ins Portemonnaie
Die Checkliste im Kreditkartenformat zum Einstecken ins Portemonnaie. So hast du die Checkliste immer griffbereit. Und wenn sie gerade nicht in Gebrauch ist, schützt sie deine Karten vor Skimming.
Bestellungen über das Kontaktformular der Koordinationsstelle: Kontakt
Verfasst von Manuela Lutz